Mit der Eröffnung einer Ausstellung zur Kulturgeschichte der Windkraft in Deutschland starten am 14. September um 15.00 Uhr die Nachhaltigkeitswochen 2026 in der Altmark. In der Bürgerhalle des Landratsamtes Stendal ist zu erfahren, was von der Bockwindmühle im 12. Jahrhundert bis zum modernen Windrad geschah. Mit zwei weiteren Ausstellungen und Veranstaltungen zu erneuerbaren Energien bestreitet der Landkreis Stendal in diesem Jahr einen großen Teil des Programmes.
Klimamanager Fabian Fuchs hat eine Reihe von Themenabenden konzipiert, die sich mit Solarenergie, Bioenergie und Windkraft befassen und dabei Potenziale und Perspektiven in der Altmark beleuchten. In einer Mischung aus fachlichen Vorträgen, Gesprächsrunden und Praxisbeispielen werden Planungen transparent und der Mehrwert erneuerbarer Energien für die Region sichtbar. Exkursionen führen zum Windpark Jeggeleben, zur Photovoltaik-Freiflächenanlage und zum Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Stendal sowie zur Biogasanlage Lüderitz.
„Erneuerbare Energien sind für uns ein wichtiges Handlungsfeld im Klimaschutzmanagement. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Frage, wie wir unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Es geht auch darum, welche Chancen sich daraus für unsere Region ergeben“, sagt Stendals Landrat Patrick Puhlmann, der in der Altmark großes Potenzial zur Erzeugung erneuerbarer Energien sieht. „Mir ist wichtig, dass wir nicht nur über Anlagen und Flächen sprechen, sondern vor allem darüber, was daraus für die Altmark entstehen kann. Wenn wir erneuerbare Energien als Standortfaktor verstehen, erkennen wir auch das Gestaltungspotenzial, das darin für unsere Region steckt“, so Puhlmann weiter.
Beim Altmarkliebe-Festival am 10. Oktober von 10.00 bis 16.00 Uhr in Stendal gibt es die Gelegenheit, über eine zukunftsfähige Energieversorgung in der Altmark zu diskutieren. Wissenschaftlich hochkarätiger Gast der Veranstaltung ist Volker Quaschning, Ingenieurwissenschaftler und Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. „Die Klimakrise ist die größte Bedrohung für unsere Welt, wie wir sie kennen. Wollen wir die Lebensgrundlagen unserer Kinder bewahren, brauchen wir schon in einer halben Generation eine Energieversorgung ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energien“, sagt der Mitinitiator von Scientists for future. Nach seinem Vortrag dreht sich eine Podiumsdiskussion darum, wie sich die Potenziale der Altmark gemeinsam nutzen lassen.
Das Festival schließt die Wochen der Nachhaltigkeit 2026 ab. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ bietet es eine Mischung aus Informationen zu nachhaltigen Produkten und Strategien, Mitmachangeboten, Verkaufsständen, Austausch miteinander, Musik und kulinarischen Genüssen. Zwischen dem Auftakt am 14. September und dem Abschluss am 10. Oktober machen Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Filme, Workshops, Ausstellungen und Aktionstage unterschiedliche Facetten des Klimaschutzes und Handlungsmöglichkeiten deutlich, darunter eine Wanderung durchs Harper Moor und die Vorstellung des Buches „Moore sind wie Menschen – nur nasser“ durch Autorin Swantje Furtak in Salzwedel.
Die Wochen der Nachhaltigkeit in der Altmark 2026 werden von der Freiwilligen-Agentur Altmark im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt (Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt) koordiniert.
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Foto: Volker Quaschning, einer der bekanntesten deutschen Wissenschaftler im Bereich Energiewende, erneuerbare Energien und Klimaschutz, kommt nach Stendal. ©BruceB./Dieffenbacher